Der Projektierer aus Brandenburg trotzt den schlechten politischen Rahmenbedingungen und erwirtschaftet im vergangenen Jahr 22 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr.

Kallinchen, April 2020. Die Energiequelle GmbH blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: 87 Millionen Euro Umsatz lautet die Bilanz des Unternehmens, das seit 1997 im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig ist. Das Ergebnis beruht auf die Errichtung von 16 Windenergieanlagen – elf davon in Deutschland und fünf in Frankreich. Die Gesamtleistung der Parks beträgt 46,3 MW. Zudem wurde erstmals seit langer Zeit auch wieder ein kleines Photovoltaik-Projekt abgeschlossen. Auf einer Freifläche in Brandenburg wurde eine Anlage mit 750 KWp erbaut. Dies soll der Startschuss für viele weitere PV-Projekte sein.

Betriebsführung wächst
Auch im Bereich Betriebsführung konnte Energiequelle zulegen. Mehr als 70 MW wurden 2019 über Ausschreibungen dazugewonnen und lassen die Gesamtleistung der betreuten Wind-, Photovoltaik- und Biogasanlagen auf insgesamt 1.400 MW anwachsen. Zudem ist auch die betreute Umspannwerksleistung auf gut 1.950 MVA angestiegen. Um das große Portfolio bestmöglich zu betreuen, sind zwei neue Standorte bezogen worden. In Leipzig und Guntersblum (nahe Mainz) ist das Unternehmen seit dem letzten Jahr mit neuen Büros vertreten. Somit zählt Energiequelle heute 15 Standorte, 11 davon in Deutschland.

Energiequelle trotzt negativen Bedingungen
Die Windenergiebranche wurde und wird von Negativschlagzeilen beherrscht. Politische Rahmenbedingungen, Bürgerinitiativen und langwierige Genehmigungsverfahren verhindern den Ausbau der Erneuerbaren Energien insbesondere in Deutschland massiv. Noch nie gab es so wenig neue Anlagen wie im Jahr 2019. Für Energiequelle war es zudem aus personeller Sicht einschneidend, denn nach 22 Jahren hat Mitgründer Joachim Uecker das Unternehmen in den Ruhestand verlassen. Seitdem trägt Michael Raschemann die alleinige Verantwortung für die 250-köpfige Mannschaft in Deutschland, Frankreich und Finnland. Jedoch kann er sich auf ein stetig gewachsenes und leistungsfähiges Team aus weiteren Führungskräften und Mitarbeitern verlassen.

 16 Millionen Euro mehr Umsatz als 2018
„Wir konnten Umsatz und Gewinn gegenüber 2018 deutlich steigern, da weitere Effizienzgewinne in den Projekten ermöglicht werden konnten und der Investorenmarkt sehr an nachhaltigen Investitionsmöglichkeiten interessiert ist“, verrät der 49-jährige Raschemann.

Positiver Ausblick
Auch die Auftragsbücher der nächsten Jahre sind gut gefüllt. 35 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 120 Megawatt sollen in den nächsten zwei Jahren errichtet werden, zudem sind mehrere Photovoltaikanlagen im In- und Ausland geplant. Im Bereich Betriebsführung spricht das Unternehmen von 2 GW bis 2025 in mindestens vier Ländern.

Energiequelle hofft, dass nach der Corona-Krise bald wieder ein nachhaltiges Wirtschaften in Deutschland und der Welt möglich ist, um die Energiewende weiter aktiv voranzutreiben und die Klimaschutzziele nicht aus den Augen zu verlieren.