Windpark Arfurt/Seelbach

Die Energiequelle GmbH plant die Errichtung eines Windparks mit bis zu sieben Anlagen zwischen Arfurt und Seelbach. Nach aktuellem Planungsstand haben die Anlagen eine Nabenhöhe von ca. 161 Metern, einen Rotordurchmesser von etwa 158 Metern und eine Leistung von ca. 5,5 MW pro Anlage

 

Aktuelles

Februar 2021:
Beginn mit den faunistischen Gutachten für die spätere Genehmigung beim Regierungspräsidium Gießen im Rahmen des Bundesemissionsschutzgesetzes. Die Gutachten dauern bis Ende November 2021 an.

 

Ich berate Sie gerne
Felix Grönboldt
Projektentwicklung

T +49 611 236 162 15
groenboldt@energiequelle.de

Typ: GE

Leistung

MW pro Anlage

versorgte Haushalte ca.

Einsparung ca.

t pro Jahr

*alle angegebenen Werte entsprechen dem Gesamtwert von sieben Windkraftanlagen 

Visualisierungen

Alle Aufnahmen wurden mit einer Brennweite von 50 mm gemacht, da dies der menschlichen Wahrnehmung am nächsten kommt. Gern nehmen wir im Rahmen der Mitwirkung der Bürger Vorschläge für Fotostandorte entgegen. Nutzen Sie dazu bitte unser Kontaktformular.

Politische Rahmenbedingungen

Das Land Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, den Strombedarf bis zum Jahr 2050 zu 100 % aus Erneuerbaren Energien zu decken. Für die Umsetzung müssen die Potenziale vor Ort genutzt werden, weshalb etwa 2 % der Landesfläche zur Nutzung von Windenergie bereitgestellt werden. Dies geschieht im Zuge der Regionalplanung in Form von Windvorranggebieten. Für die Planungsregion Mittelhessen besteht seit dem Jahr 2010 ein gültiger Regionalplan mit einem Teilregionalplan Energie, der am 09.11.2016 von der Regionalversammlung Mittelhessen beschlossen wurde.

Abb: Das geplante Projektgebiet
– Übersichtskarte Windvorranggebiet

Ausweisung einer Fläche

Die Ausweisung von Windenergieflächen ergibt sich übergeordnet aus der Landesentwicklung auf Bundesländerebene, aus denen sogenannte Landes-Raumordnungsprogramme formuliert werden. Entsprechend des Raumordnungsgesetzes werden die Ziele aus dem Landesentwicklungsplan in konkrete Regionalpläne umgesetzt. In den meisten Regionalplänen werden auch Vorrang- und/oder Eignungsgebiete für Windenergienutzung festgelegt. Wo diese Flächen für die Windenergienutzung ausgewiesen werden, entscheidet sich anhand der nebenstehenden Kriterien. Auch Gemeinden haben z. T. eigene Flächennutzungskonzepte, welche sich jedoch an den Vorgaben der Regionalplanung orientieren müssen.

Folgende Kriterien werden bei der Flächenausweisung berücksichtigt
  • Ausschlussgebiete, z. B. Naturschutzgebiete und Siedlungen 
  • einzuhaltenden Abstände, z. B. zu Wohnbebauung, Gewerbegebieten, Kreis-, Landes- und Bundesstraßen sowie Abstände zwischen den Windparks
  • Windpotentialermittlungen
Im Genehmigungsverfahren werden unter anderem folgende Gutachten in Auftrag gegeben
  • Schall- und Schattenanalysen
  • Tierökologische Untersuchungen 

  • Landschaftspflegerischer Begleitplan


Wir stehen für Klimaschutz, aber nur mit Natur- und Artenschutz!

Windenergie und Naturschutz schließen einander nicht aus. Das garantieren naturschutzrechtliche Prüfungen in den regionalen Prüfungs- und Genehmigungsverfahren. Das Bundesnaturschutzgesetz definiert rechtliche Standards für Eingriffe in die Natur und zum Schutz wilder Tiere. Nahezu jedes Projekt wird heutzutage durch Artenschutzuntersuchungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen begleitet. Dabei wird gründlich untersucht, ob der geplante Standort geschützte Vogel- und Fledermausarten beherbergt.


Populationen wachsen

Verschiedene Studien zeigen, dass relevante Vogelarten nicht von der Windenergie bedroht sind. Die Grafik zeigt, dass vor allem die Populationen von dem gefährdeten Rotmilan stetig wachsen.
Rotmilan

Grundsätzlich wird der Rotmilan in der Europäischen Vogelschutzrichtlinie sowie der EU-Artenschutzverordnung genannt und zählt laut dem Bundesnaturschutzgesetz dadurch zu den streng geschützten Arten (1). Nach der Einschätzung von BirdLife soll sogar die Gefährdungsstufe auf „Least Concern“ (nicht gefährdet) aktualisiert werden. (Birdlife International 2020). Trotz des Ausbaus der Windenergie konnte sich die Population seit 1994 gut erholen – in Hessen leben mittlerweile ca. 1.100 Brutpaare.
Um die positive Entwicklung dieser Art weiterhin zu fördern, verbleibt in Hessen der auf der Genehmigungsebene regelmäßig zu prüfende Mindestabstand zwischen Brutvorkommen und Windenergieanlage bei 1.000 m (2). Unterstützend kommt hinzu, dass der Rotorüberstrich moderner Anlagen über der Flughöhe der meisten Tiere liegt. Besteht dennoch durch höher fliegende Tiere eine akute Gefahr, können die Anlagen vorübergehend mit Detektionssystemen abgeschaltet werden.

(1) https://www.naturschutz-energiewende.de/fragenundantworten/61-verantwortungsart-rotmilan-deutschland/
(2) Staatsanzeiger Land Hessen Januar 2021

Abstand zur Wohnbebauung

Der Teilregionalplan Energie für Mittelhessen sieht vor, dass zu Wohnbebauungen 1000 m Abstand eingehalten werden müssen. Die Karte zeigt das bestehende Vorranggebiet und zudem Abstandskreise mit einer Staffelung von jeweils 500 m. Die Abstände zu den umliegenden Ortschaften Runkel, Arfurt, Seelbach, Falkenbach und Wirbelau werden sichtlich eingehalten.

Wir halten klare Schallgrenzen ein

Die Schallemissionen werden vor Genehmigung eines Windparks gemessen und dürfen einen Wert von 45 Dezibel nicht überschreiten. (Grafik: BWE)

Wie böiger Wind, die Meeresbrandung oder fahrende Autos erzeugen auch Windkraftanlagen Schall mit sehr niedrigen Frequenzen, sogenannten Infraschall. Dabei handelt es sich um sehr tiefe Töne mit einer Frequenz von unter 20 Hertz (Hz). Diese Frequenzen sind für den Menschen normalerweise nicht wahrnehmbar.

Eine Langzeitstudie des Bayrischen Landesamtes für Umwelt aus dem Jahr 2012 belegt: Auf 250 Meter Entfernung liegen die Schallemissionen der untersuchten Windenergieanlagen weit unter der Wahrnehmungsschwelle des Menschen. Der durch den Wind verursachte Infraschall ist deutlich stärker als der vom Windrad selbst erzeugte.

Schattenimmissionen

Beim Schattenwurf von Windenergieanlagen handelt es sich um den von Rotor und Turm erzeugten Schattenwurf, der während direktem Sonnenschein aufritt. Die maximale Schattenwurfdauer, die Wohngebiete beeinflussen könnte, ist gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz geregelt. So unterscheidet man zwischen maximal möglichem Schattenwurf, unter der Annahme das die Sonne 365 Tage im Jahr scheint und der tatsächlichen Schattenwurfdauer. Im ersten theoretischen Fall darf ein Wert von 30 h/a oder 30min/d nicht überschritten werden. Um diesen Wert einzuhalten, wird eine Abschaltautomatik installiert, welche die Windenergieanlagen so steuert, dass ein max. tatsächlicher Schattenwurf von 8 h/a und 30min/d nicht überschritten wird.

Rückbau

Es gibt eine bundesweit gesetzliche Verpflichtung zum Rückbau von Windenergieanlagen nach dem BauGB § 35 Abs. 5. Ohne Erfüllung dieser erhält der Projektierer von den zuständigen Behörden keine Genehmigung zum Bau. Welche Verpflichtungen für den Rückbau vorgesehen sind, wird vor Baubeginn festgehalten und bei der Genehmigungsbehörde hinterlegt. Die Höhe der Rückbaubürgschaft in Hessen pro Anlage ist klar geregelt und muss vor Errichtung der Anlagen hinterlegt werden. Die Summe wird anhand der folgenden Formel berechnet:

Nabenhöhe der WEA in m x 1.000 € = Rückbaubürgschaft in €

Auch in unserem Nutzungsvertrag ist das Thema zum Rückbau eindeutig geregelt. Neben den behördlichen Auflagen zum Rückbau, die wir einzuhalten haben, befinden sich auch Regelungen in den Nutzungsverträgen, die dies zusätzlich absichern.

Recycling

Das Thema Rückbau und Recycling von Windenergieanlagen rückt immer mehr in den Fokus, da die Laufzeit der ersten Pionieranlage dem Ende zugeht. Immer mehr Windenergieanlagen werden zurückgebaut, dabei ist nicht mit dem Abbau der Rotoren und Türme Schluss, auch die Fundamente werden aus dem Boden entfernt. U. a. können die Beton- und Stahlkomponenten wiederverwertet werden, auch für die Rotorblätter gibt es Wiederverwertungsverfahren.

 

Die folgenden Links stellen eine kleine Auswahl zu dem Thema dar:

www.spiegel.de

www.wind-energie.de

www.wind-energie.de (Seite 29, Punkt 8)

Bürgerenergie – Beteiligung und Nutzen für Sie und Ihre Region

Die Energiequelle GmbH bietet viele interessante und lukrative Beteiligungsmöglichkeiten am Stromertrag. So wird zum Beispiel die Gründung von neuen Bürgerenergiegenossenschaften unterstützt und eine regionale Wertschöpfung aus der Stromproduktion forciert. In Hessen arbeiten wir bereits erfolgreich mit Energiegenossenschaften zusammen. Hervorzuheben ist dabei die Landesenergieagentur (LEA), welche der zentrale Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die Energiewende und Klimaschutz in Hessen ist. Bei der Realisierung des Windparkprojektes kann eine Zusammenarbeit mit einer regionalen Energiegenossenschaft eine direkte Bürgerbeteiligung am Projekt angestrebt werden. Zusätzlich kann mit einem subventionierten lokalen Stromprodukt die Möglichkeit geschaffen werden, Erneuerbaren Strom zu beziehen und somit vom örtlichen Windpark zu profitieren.

 

Energiequelle Stiftung

„Erneuerbare stiften Gutes“ – dies ist das Motto der gemeinnützigen Energiequelle Stiftung, die sich in den Projektregionen der Energiequelle GmbH für Sie und Ihre Bedürfnisse einsetzt. Die Stiftung arbeitet unabhängig von Energiequelle mit einem Beirat aus Vertretern der Region wie Bürgermeistern, Ortsvorstehern und anderen Gemeindevertretern. Ganz explizit geht es uns in unserer Stiftung darum, das Bewusstsein für Themen des Umwelt- und Klimaschutzes zu stärken. Gemeinnützige Vereine und Institutionen können in den Projektregionen bei der Stiftung einen Antrag stellen. Die Stiftung unterliegt der staatlichen Stiftungsaufsicht und Ihr Beirat vor Ort entscheidet mit, wo Mittel eingesetzt werden sollen. Darüber hinaus fördert die Stiftung neben Umweltschutz, Wissenschaft und Forschung in Richtung der Erneuerbaren Energien auch Soziale Projekte wie Jugend- und Altenhilfe, Sport und Tierschutz. Das Anliegen der Stiftung ist es, dass die Hilfe gezielt vor Ort ankommt.

Bewegtbild zur Windenergie

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Wind bewegt.

Die Windenergie sichert nicht nur eine klimaschonende Energieversorgung, sondern auch Arbeitsplätze und Steuereinnahmen unter Berücksichtigung des Natur- und Artenschutzes. Erfahren Sie mehr im Film des Bundesverbands Windenergie.

Projektablauf von A-Z

In unserem Erklärvideo zeigen wir Ihnen, wie wir ein gemeinsames
Projekt auf den Weg bringen.

Hintergrundinformationen

Nutzen Sie die zur Verfügung gestellten Dateien für weitere Informationen.

 

Über uns

Seit 1997 projektieren und realisieren wir Windenergieanlagen und setzen und mit unseren über 300 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich und Finnland für die Energiewende ein.

Wir wollen erreichen, dass sich zukünftig alle Menschen aus den unerschöpflichen Energiequellen in ihrer Umgebung versorgen können, denn Wind, Sonne und Biomasse sind grundsätzlich überall verfügbar. Deshalb entwickeln wir zukunftssichere, bedarfsgerechte und wirtschaftliche Konzepte, die sich genau dort umsetzen lassen, wo sie gebraucht werden: regional bei den Menschen vor Ort. Erneuerbare Energien leisten einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft unserer Welt. Dafür stehen wir mit Herzblut und Überzeugung.

Unsere Partner binden wir bei jedem Projekt mit ein. Mit ihnen gemeinsam entwickeln wir transparente und faire Pachtverträge, besprechen Ausgleichsmaßnahmen, damit sowohl Flora als auch Fauna geschützt werden, und sind für Fragen jederzeit ansprechbar.

Persönlich. Innovativ. Zuverlässig.
Mehr über uns erfahren Sie hier.

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    Michael Raschemann Geschäftsführung Energiequelle

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